Der Eifelsteig – von Kornelimünster nach Manderscheid

Aachener DomEinen Fernwanderweg hatten wir gesucht. Mit möglichst kurzer Anreise, dennoch einsam und ausgesetzt und mit der Option zu zelten. Nach kurzer Suche stieß ich auf den Eifelsteig. Gut 300 km zwischen Aachen und Trier, Campingplätze zumindest partiell vorhanden. Die Anreise mit dem Zug von Hamburg dauerte ca. 5 Stunden. Da Oma und Schwiegermutter darauf bestanden hatten, dass wir den Aachener Dom besichtigten, blieben wir die erste Nacht dort. Und besichtigten den Dom.

Aachener Dom 2Was soll ich sagen? Sie hatten recht. Das über 1000 Jahre alte Bauwerk ist schon recht imposant. Im ältesten Teil des Doms, dem Oktogon, befinden sich zahllose, winzige, sich zu Mosaiken zusammenfügende Goldplättchen an Decke und Wänden. Man kommt nicht umhin, sich zu fragen, wer sie um alles in der Welt dort angebracht hat und wie lange das wohl insgesamt gedauert haben mag. Ganz ähnlich beeindruckend sind die knapp 30 m hohen Fenster in der gotischen Chorhalle.

Aachener Dom 3Nach eingehener Betrachtung, beschlossen wir, auch den Turm zu besichtigen. Eine Wendeltreppe führte uns hoch hinaus. Vom Turm aus bietet sich ein herrlicher Rundblick sowohl auf den kompletten Dom, als auch auf das Rathaus, die Innenstadt und die weitere Umgebung. Es fiel uns recht schwer, diese herrlichen Ausblicke wieder zu verlassen.

Aachener Dom 4Auffällig war die recht hohe Anzahl an Dachterrassen. Sogar Planschbecken waren dort aufgestellt. Ich weiß nicht, ob ich meine Nichte in so großer Höhe bedenkenlos planschen ließe. So sind die Menschen verschieden.

Aachener Dom 6Nach der Besichtigung kümmerten wir uns zunächst um das leibliche Wohl und mussten dabei leider wieder einmal feststellen, dass auswärts Essen zu gehen für uns keine wirklich befriedigende Angelegenheit ist. Nach einer ruhigen Nacht im Hotel, ließen wir uns am nächsten Morgen per Taxi zum 8 km südlich gelegenen Kornelimünster fahren. Das war reiner Luxus, man kann auch mit städtischen Bussen dorthin gelangen. Der Startpunkt des Eifelsteigs war leicht gefunden.

Eifelsteig LogoNachdem wir uns und die Rucksäcke im Schutze des Münsters wasserdicht verpackt hatten, leider mussten wir erneut eine Wanderung im Regen beginnen, warfen wir einen letzten Blick in den Wanderführer. Die erste Etappe von Kornelimünster nach Roetgen sollte uns auf überschaubaren 14 Kilometern zum Einlaufen dienen. Keine großartigen Höhenunterschiede seien zu bewältigen, so der Führer. Um Punkt 10h starteten wir ungeachtet des Wetters frohgemut.

Start in KornelimünsterDer Weg führte uns recht zügig aus dem Ort zwischen Walheim und Hahn hindurch und stetig aufwärts Richtung Rott. Zumindest für uns Flachländer waren die 200 Höhenmeter kein Klacks. Nach einem langen, breiten und schnurgerade aufwärts führendem Waldweg erreichten wir das Naturschutzgebiet Stuffelt, ein wildes Hochmoor, das angeblich einige seltene Vogelarten beherbergen sollte. Wahrscheinlich hielt der andauernde Regen sie in ihren Höhlen. Gesehen haben wir keinen einzigen.

StruffeltBevor die Mägen sich auf das verdiente Mittagessen stürzen durften, stiegen wir noch hinab zur Dreilägerbachtalsperre, einem recht imposanten Bauwerk, an dessen Ufer sich glücklicherweise ein trockenes Picknickplätzchen fand.

DreilägerbachtalsperreNach der Stärkung wanderten wir weiter bergab Richtung Roetgen. Der Regen hatte ein Einsehen und zog sich in die weiterhin grauen Wolken zurück. Nach gut 4 Stunden Wanderzeit erreichten wir den mitten in Roetgen gelegenen Campingplatz Faulenbruch. Wir konnten unser Zelt zum Glück in einem großen Festzelt trocken aufbauen, so dass wir am nächsten Morgen ein recht trockenes Zelt einpacken konnten und die erste Nacht auf der Isomatte einigermaßen komfortabel war.

Zweite Etappe: Roetgen nach Monschau (17 km + 2,5 nach Perlenau)

Immerhin konnten wir am zweiten Tag im Trockenen starten. Nachdem wir Roetgen verlassen hatten, führte uns der breite Waldweg hinüber nach Belgien hinauf ins Hohe Venn, das für seinen Niederschlagsreichtum bekannt ist. Es machte seinem Ruf alle Ehre.

Oups, Belgien!Gut 4 Kilometer und 200 Höhenmeter später stießen wir mitten im Hohen Venn auf eine Schutzhütte, in der sich 3 wackere Wandersmänner älteren Datums eingefunden hatten. Während sie sich mit Prozentigem stärkten, hielten wir uns an belegte Brote und Äpfel. Wir erfuhren, dass sie schon seit Jahrzehnten gemeinsam einmal pro Woche wanderten, jedes Mal in einem anderen Gebiet. Inzwischen mussten sie die gesamte Eifel wie ihre Westentasche kennen. Nach der Rast stiegen wir tapfer im steten Dauerregen hinab nach Monschau.

MonschauWährend ich mich bei einem Kaffee ausruhte, besorgte Herr H. im winzigsten Supermarkt der Welt in der Innenstadt Verpflegung für den Abend. Die Auswahl sei eher bescheiden gewesen, erzählte er bedauernd. Egal, der hungrige Wanderersmagen ist nicht wählerisch. Wir gingen noch ca. 2,5 km weiter (sehr hoch und steil und wieder hinunter) dem Eifelsteig folgend nach Perlenau zum Campingplatz.

Perlenau CampingDa das Gras recht nass war und wie üblich keine Picknickbänke und -tische vorhanden waren, niemand denkt an die Zelter!, kochten wir recht lauschig auf einem Steg an der Perlenau. Not macht erfinderisch.

Dritte Etappe: Monschau (Perlenau) nach Einruhr (24,5 bzw. 22 km)

Am nächsten Morgen hatte der Wettergott endlich ein Einsehen. Die Sonne kämpfte sich durch den Nebel und wir uns mit dem nassen Zelt im Gepäck hinauf nach Höfen.

Auf nach Höfen!Die Etappe wird im Führer als anspruchsvoll beschrieben, was wir voll und ganz bestätigen können. Muskeln und Sehnen zwickten und zwacken ganz ordentlich. Doch zunächst ging es durch das beschauliche Dorf, in dem nahezu jedes Grundstück von Hecken beeindruckendes Ausmaßes eingeschlossen ist.

Hecke in Höfen/ MonschauNachdem wir zum Kluckbach hinab gekraxelt waren, führte der Weg kontinuierlich bergab und bergauf mit teils herrlichen Ausblicken auf den Nationalpark Eifel.

EifelblickNach der Mittagsrast machte sich bei mir eine recht starke Erschöpfung breit, noch ein Aufstieg, noch ein Abstieg, puh. Wir ignorierten dennoch den Campingplatz in Hammer und kämpften uns weiter. Eine vorwitzige Haselmaus beobachtete verwundert unsere erschöpft hochgelagerten Beine.

HaselmausInzwischen war ich sehr froh über meine Wanderstöcke, mit deren Hilfe ich meinen schmerzenden rechten Hacken entlasten und mich so hinauf und hinab schieben konnte. Herr H. hatte ausnahmsweise keinerlei Beschwerden und strahlte kurz vor Einruhr mit der Sonne um die Wette.

Hoch oben vor EinruhrIn Einruhr selbst gibt es leider keinen Campingplatz. Die sehr freundliche Dame in der Touristeninformation erklärte, wir könnten am See entlang ca. 5 km nach Ruhrberg gehen. Dort gäbe es Plätze zuhauf. Wir sahen uns kurz an, sehr einig, und ich bat die Dame, uns ein Taxi zu rufen. Das widersprach zwar jeglicher Wandererehre, aber mein Körper verweigerte jeden weiteren Kilometer. In Einruhr gibt es übrigens keine einzige Einkaufsmöglichkeit, wohl aber mindestens 20 Cafés und Restaurants, verrückte Welt. Nach einigen Irrungen und Wirrungen setzte uns die Taxifahrerin am Camping ab. Das Zelt konnte in der Abendsonne trocknen, während wir die Lieferpizza „genossen“ und den vorbeidröhnenden Motorrädern lauschten. Soviel zum Thema ruhige Natur. Zum Glück ebbte der Verkehr mit Einbruch der Dunkelheit ab.

Blick vom Wolfshügel nach EinruhrVierte Etappe: von Einruhr nach Gemünd (ca. 20 km nicht auf dem Eifelsteig)

Dank der trockenen, aber sehr frischen Nacht, mussten wir am nächsten Morgen erneut ein patschnasses Zelt einpacken. Von Ruhrberg aus bot es sich an, auf dieser Etappe nicht dem Eifelsteig zu folgen, sondern stattdessen oberhalb des Stausees dem Radweg nach Gemünd zu folgen. Das hatte zudem den Vorteil, dass etliche Höhenmeter entfielen, mein rechter Fuss war sehr dafür. Im herrlichsten Sonnenschein starteten wir über die Talsperre des Obersees.

OberseetalsperreEs war vergleichsweise unaufregend, den geschotterten Windungen des Radwegs zu folgen. Gegen Mittag rasteten wir an sonniger Stelle, trockneten Zelt und Schlafsäcke und labten uns an kalter Pizza. Nicht besonders lecker, aber etwas anderes hatten wir nicht mehr.

Blick zurück auf die Urft-StaumauerIrgendwann gen Nachmittag hatten wir plötzlich das Gefühl, dass der Weg nach Gemünd sich kontinuierlich ausdehnte. Hinter der nächsten Biegung kam die nächste und so fort. Aus 10 weiteren Kilometern wurden 20, zumindest gefühlt. Mein Fuss fühlte sich auch im Flachland plötzlich nicht mehr wohl. Es nützte aber nichts und irgendwann tauchte auch endlich das Kurörtchen auf.

UrftkurvenAuch in Gemünd gibt es keinen Campingplatz, immerhin jedoch gleich zwei zentral gelegene Supermärkte und mindestens drei Metzgereien in der Fußgängerzone. Wir ließen in der Touristeninformation beim nahegelegenen Naturcamping Schafbachmühle anrufen. Sie boten an, uns gegen ein kleines Entgeld am Schleidener Busbahnhof abzuholen. Der Bus fuhr eine gute Stunde später. Genug Zeit für den Einkauf. Nach der Anmeldung auf dem wirklich absolut wunderschön gelegenen Platz saßen wir noch eine Weile in der Abendsonne und beobachteten den schwer aktiven Eisvogel. Nachts wurde es empfindlich kalt. Wie gut, dass wir die dicken Daunenschlafsäcke dabei hatten.

Abends am SchafbachseeFünfte Etappe: von Gemünd (Olef) nach Kloster Steinfeld (Urft) (17,5 km/ 15 km)

Am diesem Morgen musste die Sonne sich einmal nicht durch dicken Nebel quälen. Nachdem wir in aller Ruhe gefrühstückt und gepackt hatten, fuhr uns der Campingplatzbesitzer zurück an den Eifelsteig nach Olef. Die gewohnten Zeiten verschieben sich übrigens beim Zelten im Herbst ganz automatisch. Gegen 20h gingen wir meist nach Sonnenuntergang ins Zelt. Was soll man auch draußen im Kalten und Dunklen tun? Um 6h in der Früh war ich dann immer glücklich, wenn die ersten Lichtstrahlen und die Aussicht auf Kaffee nach draußen lockten. Zu schade, dass das hier im Alltag nicht so klappt.

Bahn durch OlefDas kleine Olef hat einen wunderschönen Ortskern mit gotischer Kirche und einigen alten Fachwerkhäusern. Hätte man von der Bundesstaße kommend gar nicht erwartet. Kurioserweise fuhr die Bahn einst ohne Bahnübergang mitten durch den Ort. Heute verkehren dort jedoch nur sonntags im Sommer Schienenbusse. Wir verließen den hübschen Ort und stiegen durch urige Wälder hoch hinauf.

Kurz vor SteinfelderheistertDer Eifelsteig ist nahezu idiotensicher beschildert und doch brachte uns ein Kinderstreich heute einmal vom rechten Weg ab. Zum Glück bemerkte ich den Fehler schnell. Nach nur drei Stunden erreichten wir das Kloster Steinfeld. Leider gibt es auch dort in der Nähe keinen Platz für Zelte. So stiegen wir kurz hinab nach Urft (knapp 2 km), fuhren mit der Bahn die Etappe des nächsten Tages ab bis Blankenheim (Wald) und von dort aus nach kurzer Einkaufspause mit dem Bus zum Eifelcamp am Freilinger See. Auf den ersten Blick ein Platz, der mir Schauder den Rücken hinunterlaufen ließ. Rundumbespaßung mit Horden feierwütiger Teenager. Der hochgelegene, doch recht ruhige Zeltplatz, die nahegelegenen Picknickbänke und das komfortabelste Sanitärhaus, das ich je auf einem Campingplatz gesehen habe, versöhnten mich jedoch umgehend. Nach einem köstlichen Chili in der Abendsonne schliefen wir so gut wie selten.

Sechste, siebente und achte Etappe: von Kloster Steinfeld über Blankenheim und Mirbach nach Hillesheim: ausgelassen, da keine Zeltmöglichkeiten und Zeitknappheit

Neunte Etappe: von Hillesheim nach Gerolstein (20 km)

Am nächsten Morgen fuhren wir mit dem Rufbus (Sonntags!) zurück zur Bahn nach Blankenheim (Wald) und von dort aus mit dem Zug nach Hillesheim/ Oberbettlingen. Es kristallisierte sich langsam heraus, dass wir Zelt und Campingausrüstung in Gerolstein zurück nach Hause schicken würden, da es nach Gerolstein nur noch einen einzigen Campingplatz in Manderscheid geben würde. Das Wetter präsentierte sich weiterhin einigermaßen freundlich und mein Fuß gab Ruhe.

Feld bei RothWir gingen durch das Tal hinauf zum Wolfsbeul mit herrlichem Blick, wieder hinab über Roth, vorbei an störrischem, wanderunwilligem Teenager (zum Glück nicht unser Problem) hinauf zum Rother Kopf. Es war herrlich warm und windig dort oben, so dass wir den Aussichtspunkt spontan zum Trockenparadies erklärten.

Trockenstation Rother KopfVon Südwesten näherte sich leider wieder eine recht dunkle Regenfront. Als wir in Gerolstein über die Ferienanlage Felsenhof stiefelten, flüsterte meine Intuition mir, genau hier eine Hütte zu buchen und einen sonntäglichen Ruhetag einzulegen. Kurz nachdem wir ihn (leider etwas teurer als regulär für eine Woche oder ein Wochenende) bezogen hatten, fing es an, wie aus Eimern zu schütten.

Nach dem Guss ist vor dem GussHerr H. merkte an, dass man meiner Intuition wohl tatsächlich trauen könne. Den Ruhetag verbrachten wir mit einer Umwanderung und Besichtigung von Gerolstein. Ohne Gepäck wanderte es sich nahezu elfengleich und die 30 m tief in die Erde hineinführende Höhle war definitiv eine Besichtigung wert.

BuchenhöhleHerr H. hingegen favorisierte die Gerolsteiner Dolomiten, die sich im Spiel des Lichts stündlich überraschend unterschiedlich präsentierten. Nach der Kurzwanderung ließen wir es uns bei gekaufter Torte und feudalem Abendessen gut gehen.

Gerolsteiner DolomitEtappe zehn: von Gerolstein nach Daun (25 km)

Der Ruhetag hatte meinen rechten Fuß nicht beeindruckt. Ich beschloss dennoch, die lange Wanderung zu wagen. Nachdem wir das Campingequipment nach Hause geschickt hatten, stiegen wir von Gerolstein hinauf zum Dietzenley, knapp 300 Meter hoch. Es tröpfelte und dicke Wolken zogen rasch über die Berge. Hin und wieder bltzte die Sonne hervor. Kurz nach Neroth auf halber Strecke erwartete uns die größte Herausforderung des Tages, der Nerother Kopf.

Blick auf den Nerother KopfEr ist mit 647m zwar nicht besonders hoch, doch der Aufstieg erfolgt auf nicht einmal einem Kilometer fast senkrecht. Und der wackere Wanderer wird für diese Schinderei noch nicht einmal mit einem herrlichen Blick belohnt. Die Bäume versperren jegliche Sicht. Nach dem Abstieg war es um meinen Fuß eher schlecht bestellt. Mühsam schleppte ich mich durch Wälder und Wiesen nach Daun. Kurz vorher musste noch ein letztes Berglein bezwungen werden.

Der nächste Schauer kommt bestimmtDie recht weit außerhalb gelegene Jugendherberge Daun erreichten wir deshalb wieder einmal per Taxi. Inzwischen hatte ich das Gefühl, Pudding am rechten Hacken zu haben. Die Schwellung um die Achillessehne herum war beachtlich. Wir beratschlagten eine Weile und entschieden schließlich, am nächsten Morgen Hackenkeile und ein abschwellendes Spray zu besorgen und noch eine Etappe nach Manderscheid zu wagen. Schmerzen hatte ich schließlich keine. Zum Abendessen wurden Spaghetti mit Hackfleischsauce serviert. Etwas Parmesan wäre schön gewesen. Insgesamt waren wir allerdings sehr positiv von der Entwicklung der Jugendherbergen überrascht.

Elfte Etappe: von Daun nach Manderscheid (23 km)

Die ersten zwei Stunden wanderten wir durch strömenden Regen. Schade. Ich bin sicher, die Maare hätten sich mit mehr Licht besser gemacht. Nach der Rast in der Schutzhütte vor der Üderstorfer Mühle riss die geschlossene Wolkendecke endlich auf. Es waren zwar unentwegt neue Schauer im Anmarsch, aber der Dauerregen schien vorrüber.

Herr H. im LiesertalDas Liesertal präsentierte sich immerhin abschnittsweise von seiner freundlichen Seite und wir lernten, dass hohe Fichten den besten Regenschutz bieten. Ich humpelte so dahin, froh darüber, dass ärgste Steigungen für heute nicht vorgesehen waren. Es zeichnetet sich jedoch ab, dass ich so nicht würde weiterwandern können. Leicht wehmütig näherte ich mich deshalb der kleinen Stadt.

Lieserbrück vor ManderscheidHerr H. versuchte mich während der letzten Kilometer mit Erläuterungen zu Ober- und Niederburg und der wechselhaften Geschichte des Städtchens bei Laune zu halten. Leider wollte ich nur ankommen, mein Bein hochlagern und mich in Selbstmitleid suhlen.

Manderscheid OberburgDie Jugendherberge Manderscheid befand sich in einem wunderschönen alten Bauwerk. Auch die drei anwesenden Schulklassen störten nicht, sondern sorgten vielmehr für große Erheiterung. Manchmal ist es auch schön zu sehen, was man alles nicht mehr durchmachen muss. Zum Abendessen gab es erneut Pasta mit Hackfleischsauce ohne Parmesan und am nächsten Morgen schüttete es wieder wie aus Eimern. Da fiel der Abschied gleich etwas leichter. Eins ist jedoch sicher. Wir werden wiederkommen und die fehlenden Etappen wandern. Denn der Eifelsteig wird vollkommen zurecht als einer der 10 schönsten Fernwanderwege Deutschlands gehandelt!

Selfie mussWanderführer (mit dem wir recht zufrieden waren, beim nächsten Mal besser zusätzlich einen topografische Karte, die Kartenausschnitte im Buch sind doch recht klein):

Rother Wanderführer – Eifelsteig von Aachen nach Trier Jürgen Plogmann, 1. Auflage 2010

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9 Gedanken zu „Der Eifelsteig – von Kornelimünster nach Manderscheid

  1. Pingback: Ohne Leine | Kochpoetin

  2. Wie schön, dass ihr beiden uns alle auf diesen Trip sozusagen mitgenommen habt. Ich habe mitgefühlt und auch herzlich gelacht!
    Ich verrate euch: ziemlich oft setze ich mein «kann-alles-Telefon» mit dem angebissenen Apfel auf Flugmodus, will ganz einfach unerreichbar und ungestört sein – selbst hier in meinem weitab vom Tourismus gelegenen Haus.
    Im Moment bin auch ich etwas ermattet, nicht von einem Strandlauf, sondern von Gartenarbeit, die einen (bzw. mich!) auch ganz schön hernehmen kann…
    Abendessen? Da lasse ich mir noch was Feines einfallen!!!
    Liebe Grüsse aus Fernost,
    FEL!X

    • Danke, Felix. Inzwischen ist der Urlaub leider gefühlt schon wieder ganz weit weg und der Herbst naht in großen feuchten Schritten. Da hast du es im Südosten etwas flauschiger. Aber irgendwas ist ja überall. 😉
      Ich bin jedenfalls froh, keine „kann alles Telefon“ zu besitzen. Der Computer raubt mir schon genug Zeit…
      Liebe Grüße aus Hamburg,
      Eva

  3. Eva 🙂 schön zu sehen, dass du nicht nur das Kochen und Backen als Leidenschaft mit mir teilst sondern auch das Wandern 🙂 wir haben letzten Sommer die Alpen überquert und ich muss immer wieder an diese wunderbare Zeit zurück denken! Schön dass ihr Euch für die Eifel entschieden habt, ist ja fast meine Heimat… So als Bonnerin die schon sehr oft in der Eifel unterwegs war …ich finde Sie wunderschön! Liebe Grüße Julia von Kamau

    • Ja, das scheint irgendwie miteinander zusammen zu hängen, wer sich viel bewegt, hat ja auch ordentlich Kohldampf. 😉
      Alpenüberquerung? Klingt gut. Das steht auch noch auf unserer Wunschliste. Vielleicht nächstes Jahr. Die Eifel muss wohl noch etwas warten, obwohl mir die Region sehr gefällt!
      Liebe Grüße,
      Eva

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