21. Lackierter Lachs

Heilig Abend steht quasi vor der Tür und für alle die, bei denen es nicht traditionell Kartoffelsalat mit Würstchen gibt, stellt sich die Frage: was wollen wir essen? Jeder Mensch, der regelmäßig kocht, hasst diese Frage. Man hat ein gewisses Standartrepertoire, gewiss, aber auch die Sehnsucht nach Abwechslung ist groß. Ich stieß neulich auf dieses schlichte, aber köstliche Rezept:

2 Lachsfilets (a 125 g)

2 EL Sojasoße

1,5 EL Mirin (Reisessig)

1,5 EL Sake (Reiswein)

1 EL Zucker

150 g Sushi- oder Jasminreis

400 g Kürbis (Hokkaidô, Butternut oder Muskat)

200 g Champignons

1 Mohrrübe

1 Lauchzwiebel

1 Knoblauchzehe

3 cm frischer Ingwer

1 TL Misopaste

1 TL Instant-Dashi (jap. Brühe)

Zuerst habe ich die Gemüsepfanne bereitet. Man kann jedes beliebige Gemüse verwenden. Ich hatte zufällig noch Kürbis da. Ich würfelte den Kürbis, schnitt Pilze und Lauchzwiebeln in Scheiben und den Knoblauch und Ingwer in Miniwürfel. Dann erhitzte ich Öl in meiner Wokpfanne und briet Ingwer und Knoblauch kurz an. Nach kurzer Zeit fügte ich Kürbis, Mörchen, Pilze und das Weiße der Lauchzwiebel hinzu. Ich briet das Gemüse kräftig an und gab dann soviel Wasser hinzu, dass der Boden der Pfanne bedeckt war. Das Gemüse durfte nun ca. 10 Minuten mit Deckel schmoren.

In der Zwischenzeit erhitzte ich Öl in einer zweiten Pfanne und briet die Lachsfilets bei mittlerer Hitze an, bis sie auf beiden Seiten schön gebräunt waren. Ich nahm sie aus der Pfanne und löste den Bratensatz mit Sojasoße, Mirin und Sake und gab den Zucker dazu. Nachdem er sich aufgelöst hatte, gab ich den Lachs wieder in die Pfanne und garte ihn unter Wenden und Begießen mit dem Fond solange, bis beide Seiten gut lackiert waren. Es sieht wirklich so aus!

Ich parkte den Lachs im 50° warmen Backofen und löste das Miso und das Dashi in etwas lauwarmen Wasser auf. Das Gemüse war inzwischen gar. Ich gab die Lösung zum Gemüse, kochte es kurz mit etwas Speisestärke auf und würzte zum Schluss noch mit Hachi (japanische Pfeffermischung, sehr kräftig, Cayennepfeffer geht auch). Ach ja, den Reis hatte ich wie üblich meinem Reiskocher anvertraut (pur, ohne Salz). Der war nun auch fertig.

Itadakimasu 🙂

Das ganze funktioniert natürlich auch als vegetarisches Gericht mit Tofu! Oder mit Huhn. Ich hoffe, meine bescheidene Idee möge inspirieren.

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