16. Hühnchen-Korma „Malay“

Draußen herrscht seit Wochen Dauerfrost. Wenn ich jetzt aus meinem Fenster schaue, sehe ich die Häuser auf der anderen Straßenseite kaum, so dicht ist das Schneetreiben. Man fröstelt so vor sich hin. Scharfes Essen kann Abhilfe schaffen. Kürzlich fiel mir ein fantastisches Buch über Currys in die Hände (Madhur Jaffrey – Currys indisch, Currys kreolisch, Currys asiatisch). Das Hühnchen-Korma „Malay“ sprach mich sofort an und die meisten Zutaten hatte ich im Haus. Also machte ich mich an die Zubereitung. Es war ein bisschen aufwändig, da man mehrere Gewürzmischungen herstellen muss. Aber das Ergebnis war super. Man braucht für zwei Personen:

1 TL weißen Mohn (oder gem. Mandeln)

2, 5 cm frischen Ingwer, geschält und gehackt

2 Knoblauchzehen, gehackt

50g Schalotten, gehackt

1 TL Koriander

1 TL Cumin

eine Msp. Fenchel

1/2 TL weißen Pfeffer (schwarzer tut’s auch)

2 EL Rapsöl

1/2 Sternanis

1/2 Zimtstange (oder einen knappen TL gemahlenen)

3 Kardamomkapseln

1/2 Zwiebel, in feine halbe Ringe geschnitten

ca. 350 – 400g Hünchenbrust, in Stücken

250 g Kartoffeln, in 4 cm große Stücke geschnitten

2 mittelgroße Möhren, ebenfalls in 4 cm große Stücke geschnitten

1 kleine Tomate, gehackt

1 TL Salz

2 EL Joghurt

Cayennepfeffer nach Belieben

125 ml Kokosmilch

1  EL Zitronensaft

frische Minze zum Garnieren (oder auch Petersilie)

Falls man Mohn hat, weicht man ihn für zwei Stunden in kochendem Wasser ein. Ich hatte keinen. Ich vermengte die gemahlenen Mandeln mit etwas Wasser zu einem Brei, fügte Ingwer, Knoblauch und Schalotten hinzu und pürierte das ganze mit dem Zauberstab.

Koriander, Cumin, Fenchel und Pfeffer zerrieb ich im Mörser zu einem groben Pulver.

Dann erhitzte ich das Öl in meiner Wokpfanne. Als das Öl heiß genug war, gab ich Kardamom, Anis- und Zimtpulver hinein. Ich rührte einmal um und fügte die Zwiebelringe hinzu. Als sie glasig zu werden begannen kam die Ingwerpaste hinein. Ich ließ sie 2 – 3 Minuten anziehen und streute die gemahlenen Gewürze hinein. Nach einer Minute kamen auch die Hähnchenstücke dazu. Ich briet sie 6 – 7 Minuten an, bis der Fleischsaft auszutreten begann.

Jetzt gab ich das Gemüse hinzu, würzte mit Salz und Cayenne (ich nehme immer „aus Versehen“ zuviel und Erk bekommt dann beim Essen Schweißausbrüche. Ups!) und goß 180 ml Wasser an. Das Ganze garte dann mit Deckel erst eine Viertelstunde bei mittlerer Hitze und weitere zehn Minuten bei schwacher.

In der Zwischenzeit mischte ich Joghurt, Kokosmilch und Zitronensaft und goss es zum Schluss zum Curry. Dann garte es noch fünf Minuten ohne Deckel und schon war es fertig. In der Küche roch es wie unserem Asialaden, im dem auch frisch zubereitete Speisen angeboten werden. 🙂

Ich servierte das Curry mit Jasminreis, den der Reiskocher freundlicherweise für mich gekocht hatte und – was soll ich sagen? Das Curry war absolut himmlisch. Man konnte keins der Gewürze herausschmecken, alles hatte sich zu einer wohlschmeckenden Aromenkomposition verbunden. Leider war unser Hunger so groß, dass ich keine Fotos machen konnte. Ich reiche sie beim nächsten Mal nach, versprochen! Viel Spaß beim Nachkochen.

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