1. Wer kommt?

Warum scheint der Adventszeit ein besonderes Licht inne zu wohnen? Eine Art Verheißung liegt in der Luft. Etwas kommt. Bloß was? Ich begebe mich in den nächsten 24 Tagen auf Spurensuche. Dem November jedenfalls haftet ein eher depressives Image an. Totensonntag, Volkstrauertag, Buß- und Bettag, nein, das klingt wirklich nicht besonders fröhlich. Zusätzlich findet Ende Oktober die Zeitumstellung statt. Plötzlich ist es bereits um 17h dunkel. Nieselregen bei 3°C, Novemberwetter.

Doch dann beginnt ein Licht am Ende des Tunnels zu schimmern. Die Adventszeit kommt. Sie begann zwar im Einzelhandel bereits Mitte September, aber mal ehrlich, wen interessieren dann schon Spekulatius und Co.? Mich jedenfalls nicht. Aber jetzt! Ich dürste nach dem Geruch von Zimt, Nelken, Kardamom, Anis und Orangen. Eine Art Feierlichkeit ergreift mich. Ich weiß auch nicht, woher das kommt. Mit Weihnachtsmärkten und der Vorfreude auf ein rauschendes Konsumfest scheint es nichts zu tun zu haben. Als Kind freute ich mich natürlich auf die Geschenke, aber nicht ausschließlich. Ich liebte es, Weihnachtslieder zu singen. Und ich genoss das feierliche Gefühl, auch wenn ich nicht wusste, woher es kam.  Etwas Besonderes lag in der Luft. Und das ist geblieben. Etwas wird kommen und ich werde herausfinden, was.

Es wird Rezepte geben, Lustiges und Besinnliches. Viel Spaß mit dem Adventskalender der anderen Art!

Und als erstes gibt es ein unglaublich köstliches Rezept für Apfelsinenmarmelade:

ca. 5 große Apfelsinen (Fruchtfleisch 1kg, von möglichst allen weißen Häuten befreit)

Schale einer unbehandelten Orange

Saft einer Zitrone

1kg Gelierzucker 1:1

Am Sonntag habe ich die Menge verdoppelt, weil es immer viele dankbare Abnehmer für die Marmelade gibt. Apfelsinenstücke und -schale mit Zucker und Zitronensaft in einem großen Topf pürieren. Unter Rühren aufkochen und sprudelnd gute vier Minuten kochen. Noch heiß in saubere Gläser füllen. Diese verschließen und stehen lassen. Ich drehe sie nicht um, da man dadurch nur Luftblasen aus der Masse bekommen will. Die Marmelade ist so homogen, dass das nicht nötig ist. Irgendwann macht es „knack“. Der Deckel springt in ein Vakuum, nun ist die Marmelade ein gutes Jahr haltbar! Meist ist sie jedoch schon vorher auf etlichen Frühstücksbrötchen gelandet.

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