Tage wie diese

Nachdem wir uns am leckeren Frühstücksbuffet der Pension gestärkt hatten, sattelten wir frohen Mutes unsere Velos. Doch bereits der Weg aus Riesa hinaus war schwer zu finden, kein gutes Zeichen. Ausnahmsweise schien die Sonne, aber der Wind kam wie immer von vorn. Daran hatten wir uns inzwischen gewöhnt. Von Riesa fuhren wir rechtselbig nach Mühlberg. Dort sollte es laut Hinweisschild eine Eisdiele im Schlosspark geben. Ein erfrischendes kühles Eis, genau das richtige für zwei durchgeschwitzte Radler. Das Eiscafé war geschlossen, also kein Eis. Von Mühlberg aus wollten wir eigentlich linkselbig weiterfahren, fanden jedoch die Brücke nicht und landeten, nachdem wir uns eine Weile gewundert hatten, in Martinskirchen. Ein wunderschönes verlassenes Dorf. Ein Dorfteich, aus dem vielstimmiges Gequake zu hören war und alte Höfe, aber eben irgendwie ganz und gar nicht auf unserer geplanten Route. Nach etlichen Kilometern Kopfsteinpflasters und ähnlichem erreichten wir zum Glück die Fähre nach Belgern. Inzwischen war das Quecksilber locker auf 25°C gestiegen und der Magen verlangte nach Futter. nach 8,5 km erreichten wir die erste deutsche Radfahrerkirche in Weßnig und machten dort Siesta.

Im Schatten der großen Eichen ließ es sich gut aushalten. Als Nachtquartier hatten wir – unbelehrbar, wie wir nun mal sind – den Campingplatz kurz hinter Dommitzsch anvisiert. Es ging weiter. Wir passierten Torgau, das ein schönes Schloss vorzuweisen hatte, an der Elbe entlang und fuhren in Elsnig nicht die Veloroute weiter, sondern probierten die Bundesstrasse aus. Nicht so stark befahren wie befürchtet. In Dommitzsch hieß es noch, ausreichend für die nächsten Tage einzukaufen. Pfingsten stand vor der Tür. Dann fuhren wir gespannt weiter nach Mahlitzsch. Es gab ihn  wirklich! Unser erster Campingplatz – juchu. Und das Übernachten war überraschend günstig, genauso teuer wie die Wäschemarken. Nach fünf Tagen Dauereinsatz brauchten unsere Klamotten dringend eine Erfrischung.

Das Zelt war schnell aufgebaut und die Fertigmahlzeiten schmeckten auch von Tag zu Tag besser. Freundliche Mitcamper schenkten mir eine Tube Rei und luden uns ein, ihren Tisch mitzubenutzen. Alles in allem ein gelungener Abschluss für einen Tag, an dem nichts so richtig geklappt hatte. Die Nacht blieb trocken. Herrlich. So konnten wir nach dem Frühstück ein trockenes Zelt einpacken und gemütlich weiterradeln.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s