Magdeburg – dieser Führer endet dort

Auch in dieser Nacht hatte es kräftig geregnet. Wie schön. Am Morgen schien bereits wieder die Sonne und mit frisch geputzten Rädern und gefüllten Mägen machten wir uns auf zur letzten Etappe unseres bikeline Führers, Magdeburg. Auf den ersten 25 km war der Gegenwind ungewöhnlich stark, aber ich versicherte Erk, dass es nach Magdeburg besser werden würde, da die Elbe dort einen Knick nach Nordosten macht. Die Stadt selbst präsentierte sich hektisch und zugig und es gab dort keine Sitzbänke. Wir holten nur schnell Geld und Proviant und waren recht zügig wieder in der Natur, mit Rückenwind!! Herrlich. Erk entdeckte ein reizvolles Motiv.

Wir hatten beschlossen, auf den zweiten Teil des bikeline Führers zu verzichten, da der Radweg allgemein sehr gut ausgeschildert war. Unterkünfte wollten wir dem kostenlosen Elberadweg Handbuch entnehmen.  Doch bereits am Elbe-Havel-Kanal bekamen wir erste Orientierungsprobleme. Nach einigem hin und her waren wir zum Glück wieder auf dem richtigen Weg. Der Wind trieb uns meist vor sich her, nur manchmal versuchte er, uns vom Rad zu schubsen. Die Stulle schmeckte wie immer köstlich. In Rogätz überquerten wir die Elbe und fuhren linksseitig weiter. Das Biosphärenreservat Elbe ist wirklich wunderschön. Übernachten wollten wir eigentlich in einer kleinen Pension in Buch, aber das Bibercamp kurz hinter Grieben lockte uns an. Sie hatten dort sogar Hütten für eine Nacht. Wir nahmen dankend an.

Welch Luxus. Die Besitzer waren supernett. Wir duschten, aßen und machten uns dann auf die Pirsch. Der Wirt hatte uns berichtet, dass er erst kürzlich in der Dämmerung einen Biber gesehen hätte. Zunächst sahen wir natürlich nichts. Das ist immer so, wenn man lauert. Erk wollte bereits wieder enttäuscht abziehen, aber ich sah Spuren im Entenflott und bat ihn zu warten. Et voilà:

Desweiteren wurden wir mit einem malerischen Sonnenuntergang und einem netten Abend mit den Besitzern für unsere spontane Entscheidung belohnt. Nachts muss es dann gefroren haben. Ich war in weiser Voraussicht in meinen Schlafsack geschlüpft, aber Erk fror ganz ordentlich.

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