a long way home…

Nachts hatte es mal wieder geregnet, aber morgens verzogen sich die Wolken schnell. Wir fuhren nach Wittenberge, das ich tatsächlich gar nicht so hässlich fand. Dort besorgten wir eine Tube Ibuprofensalbe und eine Karte, mit der wir nach Lüneburg zu finden hofften. Der Elbabschnitt, von dem aus wir gen Lüneburg radeln wollten, war auf selbiger leider nicht drauf. Erks Sehne schmerzte nun heftiger. Die Belastung der letzten Tage war einfach zu groß gewesen. Wir hielten häufig an und rasteten.

Zudem führte uns der Weg immer geradeaus den Deich entlang, wenig Abwechslung und viel Gegenwind. Auch ich war einigermaßen kaputt und hielt mich fast die ganze Zeit in Erks Windschatten. Irgendwann erreichten wir Dömitz und fuhren über die Brücke auf der B 191 Richtung Dannenberg. Nach 10 km erreichten wir den Dannenberger Bahnhof und da wir schon über 80 km auf dem Tacho hatten, es bereits vier Uhr nachmittags war und Erk kaum noch gehen konnte, beschlossen wir, mit dem Zug weiter zu  fahren. Der nächste fuhr allerdings erst um 19 h. Gähn. Ein freundlicher Busfahrer bot an, uns und die Räder mit nach Uelzen zu nehmen. Von dort aus konnten wir den Metronom nach Bienenbüttel nehmen. Die Busfahrt dauerte eine Ewigkeit und ich weiß jetzt auch, wo der Hund wirklich begraben ist, im Kreis Lüchow-Dannenberg. 8km zwischen den einzelnen Dörfer und nichts weiter als endlose Äcker und Wälder.

Am Uelzener Bahnhof hingen seltsamen Menschen herum, das ist man als Hamburger gar nicht mehr gewohnt. Ich meldete unsere Ankunft in Melbeck für 20h an und von Bienenbüttel flogen wir förmlich. Wie schön und doch irgendwie traurig anzukommen. Mal sehen, wohin uns die nächste Reise führen wird. Das traditionelle Grillen zur Belohnung gab es allerdings erst am nächsten Abend.

Fazit: auch bei wechselhaftem Wetter lässt es sich gut radeln. Knapp 800 km in 10 Tagen, von Prag nach Melbeck. Viele unterschiedliche Landschaften, viele nette Menschen und viele Wehwechen, aber wir werden auch in Zukunft nicht vom Radeln lassen können!

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