Warum in die Ferne schweifen?

War das Motto unserer diesjährigen Tour. Als Zwangshamburger haben wir die Elbe direkt vor der Nase. Doch wo kommt sie eigentlich her? Diese Frage brachte uns auf die Idee, mit dem Zug und unseren Rädern nach Prag zu fahren und elbabwärts zu radeln. Oder aufwärts? Wie auch immer. Gedacht, getan. Zug gebucht, Hostel für die erste Nacht klargemacht und Sachen gepackt. Eine leichte Erkältung hing uns zwar noch im Nacken, konnte unseren Tatendrang jedoch nicht bremsen. Am Montagmorgen klingelte uns der Wecker bereits um halb fünf aus dem Bett – unchristlich. Wir frühstückten und radelten durch das morgenstille Hamburg zum Bahnhof. Der Zug kam pünktlich und die Sachen waren flugs verstaut. Sieben Stunden lang sollte die Fahrt dauern. Nach fünf Stunden waren wir in Dresden und von dort an konnten wir uns schon mal ansehen, was uns in den nächsten Tagen erwarten würde. Die Elbe fraß sich durch die Berge und eine Zugstrecke neben dem Flussbett im Tal bot sich an.

In Prag erwartete uns hektischer Großstadtverkehr und besonders viele Radwege gab es dort auch nicht. Zum Glück war das Hostel nur 2,5 km vom Bahnhof entfernt. Dort stellten wir unsere Sachen ab und machten uns zu Fuß auf zur Stadterkundung. Die Stadt liegt auf mehrere Hügel verteilt an der Moldau. Sie ist von der Zerstörung durch Kriege verschont worden und verfügt über wunderschöne alte Bausubstanz. Und eins muss man den Tschechen lassen, sie verstehen sich meisterhaft auf’s Dekorieren. Wir schauten uns die Augen aus dem Kopf und bedauerten, nur einen halben Tag in Prag verbringen zu können. Wir werden auf jeden Fall wiederkommen und uns die Stadt in Ruhe ansehen. Es gibt es zur Zeit nur zwei Wochen Urlaub am Stück und um die 800 km stehen uns bevor. Herumlaufen macht durstig. Ich war sehr gespannt auf das berühmte tschechische Bier. Das erste Budvar mundete vorzüglich. Irgendwann landeten wir im Haupttouriviertel. Schrecklich. Ganz viele langsam latschende Menschen, neonglitzernde Andenkenläden. Brrr, nix wie weg. Wir kauften noch ein paar Kleinigkeiten bei Tesco, aßen einen Happen und fielen todmüde ins Bett. Schließlich sollte am nächsten Morgen das große Abenteuer losgehen!

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